Unsere Wälder erfüllen vielfältige Funktionen – sie sind Lebensraum für tausende Arten, speichern Kohlenstoff, filtern Wasser und bieten Erholung. Doch Hitze, Trockenheit und Monokulturen setzen ihnen zu. In Baden‑Württemberg sank die durchschnittliche Kronenverlichtung 2025 auf 26,4 %, und der Anteil stark geschädigter Bäume auf 42 %. Fichten profitieren von geringerer Borkenkäfer‑Belastung; Tannen leiden unter Mistletoe‑Befall und Douglasien unter Pilzkrankheiten und Gallmücken.
Buchen erholen sich dank feuchter Sommer – ihr Blattverlust sank auf 27,7 % – und auch Eichen zeigten moderate Verbesserungen. In Niedersachsen verschlechterte sich hingegen der Kronenzustand: 23 % der Bäume weisen deutliche Schäden auf, der Anteil stark geschädigter Bäume stieg auf 4,2 %. Dürre und Starkwinde belasten die Wälder und erhöhen die Anfälligkeit gegenüber Schadinsekten.

Um die Wälder klimaresilient zu machen, fördert Niedersachsen 2026 die Umwandlung von Monokulturen in Mischwälder mit über 44 Millionen Euro. Bundesweit sind Laubbäume inzwischen 43 % der Waldfläche, doch 64 % der Wälder entsprechen noch nicht der natürlichen Artenzusammensetzung. Wir Grüne wollen naturnahe Bewirtschaftung fördern: Mischwälder aus heimischen Arten, längere Umtriebszeiten, mehr Naturwaldreservate und die Wiedervernässung entwässerter Böden.
